Geschätzte Mitglieder, Freunde und Beobachter unserer Gesellschaft der Tiroler Unteroffiziere!

 

Das Jahr 2017 neigt sich in Riesenschritten seinem Ende zu und das neue Jahr 2018 wirft seine Schatten voraus. Vieles hat sich in den letzten Monaten ereignet. Einiges davon hat Auswirkungen auf unser Land, etwas davon wird auch unser Bundesheer betreffen und Veränderungen die das Bundesheer betreffen, werden sich – früher oder später – direkt oder indirekt auch auf seine Bediensteten und daher natürlich auf uns Unteroffiziere auswirken. Vorzüglich gemeint damit, sind natürlich die Neuwahl und der damit verbundene Regierungswechsel. Der von uns allen sehr geschätzte Minister DOSKOZIL wird vermutlich nicht mehr in der kommenden Regierung sein und wir alle sind natürlich auf seinen Nachfolger gespannt. Wird er den für das Bundesheer positiven Kurs fortsetzen, oder wird der eingeleitete Aufschwung und die damit einhergehende Akzeptanz unseres Heeres in der Öffentlichkeit wieder obsolet? Nun – in Kürze werden wir es wissen und als brave und gelernte Staatsdiener werden wir aus der jeweiligen Situation das Beste daraus machen.

Unser vorrangiges Bestreben war es immer und sollte auch weiterhin immer sein:

  • Unseren Grundwehrdienern auch mit bescheidenen Mitteln eine bestmögliche und interessante Ausbildung zu bieten,
  • ihnen Werte wie Zusammenhalt, Kameradschaft und das Aufeinander verlassen können vermitteln.

Die oben beschriebenen Tugenden sollten aber auch unter der größten Personengruppe, den Unteroffizieren gelebt werden. Vor allem in unsicheren Zeiten ist die Kameradschaft wichtiger denn je. Ehemalige Unteroffiziere mittleren Ranges welche in der Ära DARABOS/KLUG vom Heer in ein anderes Ressort gewechselt haben und mit Ihrem neuen Job zwar zufrieden sind, beklagen aber vor allem die fehlende Kameradschaft im neuen Umfeld. Kameradschaft ist also eine für das Funktionieren einer Armee überaus wichtige Sache. Ist sie intakt und wird sie von Allen getragen, werden auch schwierige Rahmenbedingungen gemeistert werden können.

Kapitän zur See a.D. und Kdt der Gorch Fock, Immo von Schnurbein hat einmal gesagt „Kameradschaft ist nicht etwas, was sich der Soldat aussuchen kann – sie ist dem Soldaten befohlen. Sie vollzieht sich nicht nur horizontal sondern auch vertikal – nicht nur von unten nach oben, sondern auch von oben nach unten.“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen jetzt schon, eine besinnliche Adventzeit, eine verantwortungsvolle neue Regierung – und gelebte Kameradschaft in unseren Einheiten und Dienststellen.

KRICKL Anton, Vzlt, MBA

 

 

Nach der Meldung an den HBM präsentierte und erläuterte der Präsident der ÖUOG das Leitbild. Nach Ansprachen durch einen Vertreter der NÖ – Landesregierung und den Militärkommandanten von NÖ erfolgte die feierliche Übergabe des Leitbildes durch den HBM an den Präsidenten. Das vorgestellte Leitbild erfuhr durch alle Anwesenden höchste Anerkennung und Zustimmung.

Folgende wichtige Kernbotschaften konnten dabei durch Franz an die Teilnehmer dieser Veranstaltung übermittelt werden:

Der österreichische Unteroffizier ist das Herz, die Seele und die Hand der Armee.
Aufgrund dieser Tatsache ist der österreichische Unteroffizier ein unverzichtbarer Teil des Armeegefüges.
Dementsprechend hat sein Stellenwert im österreichischen Bundesheer zu sein.
Dieser Stellenwert wurde durch die Anwesenheit des HBM, des Generalstabschefs des ÖBH Herrn General Mag. Roland ERTL, des Kommandanten des neu gebildeten Streitkräfteführungskommandos Herrn Generalleutnant Mag. Günter HÖFLER, dem Kommandanten der HUAK Herrn Brigadier Andreas ROTTER, vielen weiteren hochrangigen Offizieren des BMLV und der Militärkommandanten, sowie das Beisein fast aller Brigadekommandanten oder deren Stellvertreter unterstrichen.


Der österreichische Unteroffizier ist aufgrund seiner hochwertigen Ausbildung befähigt, sowohl die Herausforderungen der heutigen Zeit als auch jene der nahen und nächsten Zukunft erfolgreich zu bewältigen. Er ist somit auch für die bevorstehende Reform und die damit verbundenen und notwendigen Veränderungen bestens gerüstet.
Daher wird durch die Implementierung unseres Leitbildes auch der Reform 2010 Rechnung getragen.



In der Wirtschaft kennt man verschiedene Teilstrategien zur Umsetzung dieser Ziele wie z.B.

Mitarbeiterorientierte Perspektive
Kundenorientierte Perspektive
Entwicklungsorientierte Perspektive
Ressourcenorientierte Perspektive
Prozessorientierte Perspektive
Diese Teilstrategien haben natürlich auch im Bundesheer Gültigkeit.

Eine wichtige Teilstrategie (mitarbeiterorientiert) wäre, durch Förderung von Korpsgeist und Motivation sowie Hebung des Ausbildungsstandes der UO die Befähigung zu erlangen, auch Andere (kundenorientiert) für die Sache zu begeistern um so die gestellten Aufgaben bestmöglich bewältigen zu können. Diese Eigenschaften, welche trotz manchmal widrigster Rahmenbedingungen (ressourcenorientiert) bereits jetzt von einem Großteil der Unteroffiziere gelebt wird und von denen das Bundesheer eigentlich (über)lebt, führen zu den Schlagwörtern “Herz, Hand und Seele der Armee“. Aus vielen solchen Teilstrategien heraus leitet sich unser Leitbild ab, welches natürlich durch alle Unteroffiziere mitzutragen und zu leben ist, damit das Ziel, nämlich die Hebung des Ansehens, des Stellenwertes und die Akzeptanz aller Unteroffiziere sowohl im militärischen Dienstbetrieb, als auch bei der Zivilbevölkerung erreicht werden kann. Der aufmerksame Leser wird aus meinen Ausführungen schließen, dass für jeden Beisatz im Leitbild daher eine Teilstrategie notwendig ist um das Gesamtziel zu erreichen.

Wenn also in Kürze jeder Unteroffizier im Bundesheer dieses Leitbild, welches ich hier nur auszugsweise beschrieben habe erhält, sollte er nicht nur die Schlagworte am Folder lesen, sondern auch darüber nachdenken, was hinter diesen Worten steht und wie wichtig sein Beitrag ist, um das (gemeinsame) Ziel zu erreichen.