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Übergabe des Leitbildes der Unteroffiziere: Am Freitag den 15. September 2006 fand im Militärkommando NÖ die feierliche Übergabe des Leitbildes für die Unteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres durch den Bundesminister für Landesverteidigung Günther PLATTER an den Präsidenten der ÖUOG, Vzlt Franz HITZL statt. An dieser Veranstaltung nahmen mehr als 150 Unteroffiziere aus ganz Österreich teil.
Nach der Meldung an den HBM präsentierte und erläuterte der Präsident der ÖUOG das Leitbild. Nach Ansprachen durch einen Vertreter der NÖ – Landesregierung und den Militärkommandanten von NÖ erfolgte die feierliche Übergabe des Leitbildes durch den HBM an den Präsidenten. Das vorgestellte Leitbild erfuhr durch alle Anwesenden höchste Anerkennung und Zustimmung. Folgende wichtige Kernbotschaften konnten dabei durch Franz an die Teilnehmer dieser Veranstaltung übermittelt werden: Der österreichische Unteroffizier ist das Herz, die Seele und die Hand der Armee. Aufgrund dieser Tatsache ist der österreichische Unteroffizier ein unverzichtbarer Teil des Armeegefüges. Dementsprechend hat sein Stellenwert im österreichischen Bundesheer zu sein. Dieser Stellenwert wurde durch die Anwesenheit des HBM, des Generalstabschefs des ÖBH Herrn General Mag. Roland ERTL, des Kommandanten des neu gebildeten Streitkräfteführungskommandos Herrn Generalleutnant Mag. Günter HÖFLER, dem Kommandanten der HUAK Herrn Brigadier Andreas ROTTER, vielen weiteren hochrangigen Offizieren des BMLV und der Militärkommandanten, sowie das Beisein fast aller Brigadekommandanten oder deren Stellvertreter unterstrichen. Der österreichische Unteroffizier ist aufgrund seiner hochwertigen Ausbildung befähigt, sowohl die Herausforderungen der heutigen Zeit als auch jene der nahen und nächsten Zukunft erfolgreich zu bewältigen. Er ist somit auch für die bevorstehende Reform und die damit verbundenen und notwendigen Veränderungen bestens gerüstet. Daher wird durch die Implementierung unseres Leitbildes auch der Reform 2010 Rechnung getragen.
Hinter diesen zunächst trivial klingenden Schlagworten steckt jedoch Wesentliches. Das für mich erwähnenswerteste wäre der Begriff „Leitbild“ an sich. Was ist ein Leitbild und wozu braucht man selbiges? Nun, als allererstes ist da einmal ein Ziel welches mittel – bis langfristig erreicht werden sollte. Gehen wir z.B. davon aus, dass dieses mittel – bis langfristige Ziel die Hebung des Ansehens, des Stellenwertes und die Akzeptanz aller Unteroffiziere sowohl im militärischen Dienstbetrieb, als auch bei der Zivilbevölkerung ist. Der militärisch geschulte Leser wird sich sofort die Frage stellen, welchen Weg, oder militärisch ausgedrückt welche Strategie habe ich zu verfolgen, um dieses Ziel zu erreichen. In der Wirtschaft kennt man verschiedene Teilstrategien zur Umsetzung dieser Ziele wie z.B. Mitarbeiterorientierte Perspektive Kundenorientierte Perspektive Entwicklungsorientierte Perspektive Ressourcenorientierte Perspektive Prozessorientierte Perspektive
Diese Teilstrategien haben natürlich auch im Bundesheer Gültigkeit. Eine wichtige Teilstrategie (mitarbeiterorientiert) wäre, durch Förderung von Korpsgeist und Motivation sowie Hebung des Ausbildungsstandes der UO die Befähigung zu erlangen, auch Andere (kundenorientiert) für die Sache zu begeistern um so die gestellten Aufgaben bestmöglich bewältigen zu können. Diese Eigenschaften, welche trotz manchmal widrigster Rahmenbedingungen (ressourcenorientiert) bereits jetzt von einem Großteil der Unteroffiziere gelebt wird und von denen das Bundesheer eigentlich (über)lebt, führen zu den Schlagwörtern “Herz, Hand und Seele der Armee“. Aus vielen solchen Teilstrategien heraus leitet sich unser Leitbild ab, welches natürlich durch alle Unteroffiziere mitzutragen und zu leben ist, damit das Ziel, nämlich die Hebung des Ansehens, des Stellenwertes und die Akzeptanz aller Unteroffiziere sowohl im militärischen Dienstbetrieb, als auch bei der Zivilbevölkerung erreicht werden kann. Der aufmerksame Leser wird aus meinen Ausführungen schließen, dass für jeden Beisatz im Leitbild daher eine Teilstrategie notwendig ist um das Gesamtziel zu erreichen. Wenn also in Kürze jeder Unteroffizier im Bundesheer dieses Leitbild, welches ich hier nur auszugsweise beschrieben habe erhält, sollte er nicht nur die Schlagworte am Folder lesen, sondern auch darüber nachdenken, was hinter diesen Worten steht und wie wichtig sein Beitrag ist, um das (gemeinsame) Ziel zu erreichen.
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