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Transportflugzeuges C-130 Hercules
 
Die Geschichte des Transportflugzeuges C-130 Hercules ist scheinbar ein endloser Fortsetzungsroman in der Luftfahrt. Es wird seit über 35 Jahren in den USA bis zum derzeit aktuellsten Modell der C-130J gefertigt und ist weltweit der klassische Militärtransporter.
     
      
Entstehung:
Im April 1951 wurde eine Bedarfserklärung für einen „fliegenden Frachter“ von einem überarbeiteten Oberst im Pentagon veröffentlicht, welcher glaubte, mit den unerfüllbaren Kriterien wie, das Starten und Landen auf unbefestigten Pisten, eine Frachtkapazität von ca. 13600 kg über eine Distanz von etwa 2400 km zu fliegen, die Angelegenheit endlich vom Tisch zu haben. Boing, Douglas, Fairchild und Lockhead beschäftigten sich mit dieser Bedarfserklärung. Bereits im Juli 1951 wurde Lockhead für dieses Projekt ausgewählt. Daraus resultierte unter Willis Hawkins ein Entwurf vom Lockhead Designerteam der in den wesentlichsten Zügen bis zur Gegenwart unverändert geblieben ist. 
    
    
Das war die Grundlage der United States Air Force (USAF) für den MATS jetzt MAC (Military Airlift Command) ein Turboprop Transportflugzeug in die Flotte einzuführen. Im Laufe der Jahrzehnte kristallisierte sich die C-130 zum militärischen Standard Transportflugzeug. Gerade die Formgebung ist charakteristisch für die Lufttransportaufgaben.
Seit Beginn der Serienfertigung wurden weltweit mehr als 2000 Hercules an Streitkräfte und zivilen Fluggesellschaften ausgeliefert. Auf Grund ihrer guten Eigenschaft war die Nachfrage so große, das beispielsweise im Jahr 1992 etwa 36 Flugzeuge produziert wurden.
Das derzeit aktuellste Modell ist die C 130J Advanced Hercules. Sie ist das Nachfolgemodell für die C-130E und C-130H. Die C-130J hat für die zwei Flugzugführer ein sogenanntes „Glas Cockpit“, Avioniksysteme auf dem Stand der modernen Technik mit HUD (Head Up Display) und vier leistungsgesteigerte Turboprop Triebwerke des Typs T56, Serie IV. 
 
       
Vorteile:
Die C-130 kann lange Flugstrecken zurücklegen, hat gute Tiefflug- und auch Langsamflugeigenschaften. Dadurch ist es möglich, in einem Einsatzgebiet ohne der bestehenden Infrastruktur eines Flugplatzes auch Lasten mit und ohne Fallschirm abzuwerfen. Das Starten und Landen ist auch außerhalb von Flugplätzen auf unbefestigten Pisten möglich.
 
Die C-130 ist ein Hochdecker um das Frachtraumvolumen optimieren zu können und hat ein hochgezogenes Heck. Der hochgezogene hintere Teil hat den großen Vorteil, dass man über eine hydraulisch betriebene Heckladerampe, das Flugzeug von hinten beladen kann. Dadurch können auch sperrige Lasten problemlos verladen werden.
Bei Flugzeugen mit einem seitlichen Ladetor würde so eine sperrige Last zwar von den Abmessungen in den Frachtraum passen, jedoch müssen diese beim Laden seitlich hineingeschoben, dann um 90° gedreht und im Frachtraum in der Längsachse verschoben werden. Durch die Notwendigkeit der 90° - Drehung, eines wesentlich kleineren seitlichen Ladetors und der Wölbung des Flugzeugrumpfes, können nur wesentlich kleinere Lasten verladen werden. Beim seitlichen Ladetor ist das Absetzen von Frachten mit Fallschirm nicht möglich, was wiederum für die C-130 spricht.
   
  
Allgemeiner Verwendungszweck:
Neben dem Transport von Personen und Fracht wird die Hercules auch zum Absetzen von Spezialeinheiten sowie deren Unterstützung, für die Feuerunterstützung aus der Luft, für die Luftbetankung, zur Brandbekämpfung, aber auch für die elektronische Kriegsführung sowie für SAR-Einsätze (Search and Rescue / suchen und retten) verwendet.
Das Absetzen von Fallschirmspringern erfolgt sowohl an den seitlichen Türen hinter den Flügeln als auch über die geöffnete Heckladerampe. Das Absetzen von Fracht im Fluge mit und ohne Fallschirm erfolgt ausschließlich über die geöffnete Heckladerampe.
Aus vielen Berichten kennen wir Sonderversionen für Radarüberwachungsaufgaben, zur Bergung von Satelitten und im meteorlogischen Einsatz als Hurricane-Fllieger.
Besonders bei den Hilfseinsätzen und humanitären Einsätzen ist die C-130 ein nicht mehr weg zu denkendes Arbeitspferd. 
 

Den ganzen Bericht mit mehr Bildmaterial können Sie hier downloaden! (pdf-File)

 

Bericht: Vzlt Gotsmich Gerhard,  Fotos: Bmlv / Internet