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Großer Österreichischer Zapfenstreich am Vorabend des Nationalfeiertages

Am Vorabend zum Nationalfeiertag intonierte die Militärmusik Tirol, unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberstleutnant Hannes Apfolterer, Eduard Wallnöfer Platz das berühmte Tongemälde. Die Veranstaltung, die in Tirol bereits langjährige Tradition genießt, wurde nicht nur durch die Anwesenheit der Tiroler Politikerspitzen sowie Würdenträgern aus Kirche und Wirtschaft ausgezeichnet, sondern auch von hunderten begeisterten Zuschauern mitgetragen.
Den würdevollen Rahmen dazu bildeten eine Ehrenformation der Stabskompanie des Militärkommandos Tirol, die Schützenkompanie Lienz, sowie die Musikkapelle aus Thaur und die Fahnenabordnungen der Traditionsverbände.

Die Festansprache hielt der Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter: „ Es ist eine schöne Tradition, dass am Vorabend des Nationalfeiertages in Tirol der Große Österreichische Zapfenstreich aufgeführt wird“ sagte er.  Weiters betonte der Landeshauptmann, dass wir heute, 54 Jahre nach dem der letzte Besatzungssoldat Österreich verlasen hat, in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben, und dafür dankte er dem Österreichischen Bundesheer, welches seiner Ansicht nach  ein Eckpfeiler für dieses Leben in Freiheit, Frieden und Sicherheit sei.

Einige Details zum großen Zapfenstreich:

Für jeden empfindenden Teilnehmer und Zuhörer hat das Erlebnis des „Großen Zapfenstreiches“ das Besondere, das Einmalige an sich.
Jeder Mensch fühlt sich gleichermaßen angesprochen und ist beeindruckt von der Würde, Größe und inneren Ruhe dieses feierlichen Zeremoniells. In seiner heutigen Form und Fassung hat der „Große Zapfenstreich“ kaum noch eine Beziehung zum militärischen Ursprung „den Zapfen in das Wein- oder Bierfass einzuschlagen“, um abendliche Trinkgelage und andere Geselligkeiten in Marketenderzelten oder in den Schenken zu beenden.
Unter Zapfenstreich verstand man also jenen Zeitpunkt, zu dem der Soldat zur Nachtruhe in der Kaserne zu sein hatte. Als lautstarke Ankündigung für den Beginn der Nachtruhe wurde ursprünglich ein Trommelsignal geschlagen, genannt der „Zapfenstreich“. Erst später, als in der Armee auch Hornsignale eingeführt wurden, übernahm der Hornist diese Aufgabe.
Allmählich, im Verlaufe vieler Jahrzehnte, entstand immer mehr eine Zeremoniell, das sich zu einem militärmusikalischen Schauspiel, dem „Großen Zapfenstreich“ entwickelte und dieser wird heute nur noch zu besonderen feierlichen Anlässen aufgeführt.
Der Große Zapfenstreich des österreichischen Bundesheeres ist ein vielgliedriges, musikalisches Werk und entstand 1769 in der Hochblüte der Österreichischen Militärmusik.
Er besteht aus drei Teilen: dem historischen, dem religiösen und dem militärischen Teil, der auch das ursprüngliche Signal „Zapfenstreich“ beinhaltet.
Die heutige Version wurde 1980 zum 25-jährigen Bestehen des österreichischen Bundesheeres zusammengestellt und wird seitdem als „Großer Österreichischer Zapfenstreich“ aufgeführt.
Der „Große Zapfenstreich“ endet mit dem Abspielen der Bundeshymne, dem Abblasen und Abschlagen.

Der Presseoffizier/Militärkommando TIROL
Friedrich Scheibler, Oberst