28 Gipel in 12 Stunden und 46 Minuten Die Idee für dieses Projekt, die Gipfel für einen guten Zweck zu bewältigen, wurde ende April bei einem Training auf den Hochmadkopf (1738m) hinter der Absamer Kaserne geboren. Prompt konnte ich noch zwei Kameraden begeistern und so bestand nun das Team aus Vzlt SATZINGER Harald, OWm PLATTNER Patrick und StWm SCHLECHTER Gottfried. Der Sinn dahinter ist es, einen Kameraden, OStWm GEROLD Klaus und seiner jungen Familie zu helfen. Die Tochter von Klaus Leidet seit ihrer Geburt am PRADER-WILLI-SYNDROM. Das ist eine seltene Krankheit die bei 1:15000 Kindern vorkommt. Die Fixkosten für Therapien und Behandlungen verschlingen bis zu 800€ im Monat. Die Eltern wollen nun der kleinen Maria eine spezielle Behandlung in einem Krankenhaus in Deutschland, Hildesheim, ermöglichen. Diese Behandlung müssen sie Selbst finanzieren und übersteigt ihr Budget. Jedoch mit Hilfe unserer Sponsoren und vielen Privaten Spendern, sind wir dieser Behandlung schon einen guten Schritt näher gekommen. Vor 10 Jahren marschierten Vzlt SCHIENER Georg, OstWm FEISTENAUER Paul und StWm PAULMICHL Günther in Uniform und Tagesgepäck in 21 Stunden über die 28 Gipfel. Damals hatte ich schon großen Respekt vor dieser Leistung. Ab diesen Zeitpunkt wollte auch ich diese Gewalt-Tour in einem Zuge schaffen. Ich betrachtete dieses Projekt immer schon von der sportlichen Seite, mit leichtem Gepäck und Sportausrüstung wollte ich die Gipfel so schnell als möglich überwinden. Am 28 Juli sollte es dann soweit sein. Es ist 0230 Uhr als mein Wecker läutete. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann um 0330 Uhr mit dem Auto Richtung Largoz Alm. Ein Hochwetter verhinderte unseren Geplanten Start und als um 0530 Uhr es blitzte und donnerte dachten wir schon kurz daran unser Projekt zu verschieben. Als es heller wurde entschieden wir kurz nach 0700 Uhr auf den Gipfel des Haneburgers (2596m) aufzusteigen um dort zu starten. Um 0805 Uhr ging es los. Am Anfang war ein zügiges vorankommen auf Grund der nassen Felsen schwierig. Es war sehr rutschig und wir wollten Verletzungen vermeiden. Um Kraft zu sparen gingen wir in steilen Passagen schnell bergauf und versuchten auf ebenen Stellen und bergab durch Laufen Tempo zu machen. Nach den ersten 10 Gipfeln und 4 Stunden hatten wir die erste Verpflegungsstation im Bereich Klammjoch erreicht. Nun begann das längste Teilstück über die Tarntaler Köpfe (2767m) bis zum Kreuzjöchl (2536m) und wieder zurück bis zur Kalkwand. Als wir so mitten drin waren, wurde uns erst so richtig bewusst was wir uns da eigentlich vorgenommen hatten. Hier war es nicht so wie bei einem normalen Marathon, bei dem man abschalten kann und monoton dahin läuft. Wir mussten immer 110% Konzentriert sein, denn ein Fehltritt in diesem Gelände hätte fatale Folgen haben können, wie Verletzungen oder ein Absturz. Doch wir schafften einen Gipfel nach dem anderen und kamen dem Ziel immer näher. Wir waren unserem Zeitplan schon etwas hinterher, da zog auch noch dichter Nebel auf, dass verlangsamte unser Tempo. Wir mussten immer wieder den Weg suchen oder darauf achten, dass wir in die richtige Richtung gehen. Nach schon über 9 Stunden auf den Beinen kamen wir zu unseren 2. Verpflegungsstation am Fuße des Reuterturms, wo wir uns das letzte Mal Stärkten. Nun lag die Kalkwand (2826m) vor uns, welche wir am Seil Überschritten. Wir schafften auch diesen Gipfel ohne Probleme. Die nächste Aufgabe ließ nicht lange auf sich warten und so mussten wir das Torjoch (2386m) eine geschlagene halbe Stunde suchen, da wir nur noch eine Sichtweite von 20 hatten. Nach dem Torjoch waren wir nicht mehr zu stoppen, jeder mobilisierte noch einmal seine Reserven und wir schlugen noch einmal ein gutes Tempo an. Nach 12 Stunden und 46 Minuten, 3820 Höhenmeter und 37 Km hatten wir es endlich geschafft und schlugen am Gipfelkreuz der Hippoldspitze (2642m) an. Überglücklich Maria damit geholfen zu haben und überaus zufrieden über unsere Leistung möchte ich mich im Namen der Eltern und unseren Team bei unseren Sponsoren und den vielen Privaten Spendern für ihre Großzügigkeit bedanken. |     |